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»Neue Heime als Grundzellen eines gesunden Staates«

€ 48.00

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Städte- und Wohnungsbau der Nachkriegsmoderne
Die Konzernzeitschrift Neue Heimat Monatshefte 1954-1981

Michael Mönninger

Die Geschichte der Neuen Heimat beginnt als regionales Hamburger Wohnbauunternehmen 1926, das 1933 von der Deutschen Arbeitsfront übernommen wurde und nach seiner Wiedergründung im Jahr 1950 zur größten Wohnungsbaugesellschaft der nicht-kommunistischen Welt aufstieg. Mehr als ein halbes Jahrhundert lang prägte der gewerkschafts­eigene Konzern die Leitlinien des deutschen Wohnungs- und Städtebaus. In ihrer Spätphase ging die ­Neue ­Heimat jedoch immer mehr auf Expan­sionskurs und verfing sich in einem unüberschaubaren Geflecht von Tochtergesellschaften und Auslandsbeteiligungen. 1982 von einem Kor­ruptionsskandal in der Unternehmensführung erschüttert, wurde der Konzern von 1986 an vollständig abgewickelt. Das führte zu einem katas­trophalen Ansehensverlust sozialreformerischer Gemeinwirtschafts­ideen und leitete nicht nur den Untergang der gewerkschaftseigenen Wirtschafts­unternehmen und des sozialen Wohnungsbaus ein, sondern auch das vorläufige Ende des sozialdemokratischen Zeitalters.

Angesichts des großen Interesses am Umgang mit dem architektonischen und städtebaulichen Erbe der Nachkriegsmoderne, der quantitativ größten geschlossenen Epoche der deutschen Baugeschichte, doku­mentiert und analysiert der vorliegende Band die bislang nicht gewürdigte Geschichtsquelle der 1954 bis 1981 erschienenen Konzernzeitschrift Neue Heimat Monatshefte. Leitfrage ist, wie die Öffentlichkeit für die neuen sozio­ökonomischen und ­urbanistischen Ideale gewonnen werden konnte und auf welchen Argumentationsmustern die Überzeugungs- und Durchsetzungsarbeit der Neuen Heimat beruhte.

210 × 230  mm
480 Seiten
300 Abbildungen
Softcover

ISBN 978-3-86922-504-3