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Zwischen Traum und Trauma

€ 28.00

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Reflexionen aus Wissenschaft und Praxis

Jörn Düwel/Michael Mönninger (Hg.)

Die Bauwerke und Planungen nach dem Zweiten Weltkrieg bilden die quantitativ größte Bauepoche in der deutschen Geschichte. Vor allem in der ersten Phase des Aufbaus wird der Grundstein für die erhoffte Gesundung der Städte gelegt. Frei von Selbstzweifeln entwickeln die Planer visionäre Konzepte und schaffen für die Neuordnung von Wohnen, Arbeiten, Verkehr und Erholung zum Teil völlig neue Stadtgrundrisse. Zwar konnten die Träume von neuen Städten für eine neue Gesellschaft meist nur in Teilen realisiert werden. Insbesondere das Ausbleiben einer Lösung der Bodenfrage durch großmaßstäbliche Enteignungen – zumindest im Westen Europas – ließ viele kühne Pläne scheitern. Inzwischen sind Architektur und Städtebau der Nachkriegszeit Geschichte, ohne dass damit die äußerst widersprüchliche Rezeption und Bewertung dieses Erbes abgeschlossen sind.
Im vorliegenden Band beschreiben 15 Autoren und Wissenschaftler ausgewählte planerische Leitvorstellungen und Baubeispiele in Deutschland und Europa. Leitfaden sind dabei zwei grundsätzliche Themen. Zum einen steht die Kultur- und Mentalitätsgeschichte der städtebaulichen Leitbilder, die über politische Systemgrenzen hinweg strukturelle Analogien aufweisen, im Mittelpunkt. Zum anderen geht es um die umstrittene Selbstbegründung der Nachkriegsgesellschaften auf dem Narrativ planerischen Fortschrittsdenkens, das eine Zwangsläufigkeit zwischen Gesellschaft, Stadtgestalt und Modernisierung konstruierte.

210 × 230 mm
248 Seiten
150 Abbildungen
Softcover

ISBN 978-3-86922-174-8