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Die Typenreihe Q6

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Von der Bauakademie zur Bestandserneuerung

Geschichte und Zukunft einer DDR-Wohnungsbauserie in Eisenhüttenstadt


Ulrich Hartung / Philipp Meuser

Herausgegeben von Stanley Fuls

 

 

 

Die Typenreihe Q6 markiert eine entscheidende Phase im Wohnungsbau der DDR. Zwischen 1959 und 1964 entwickelt, steht sie für den Übergang von der Längswand- zur Querwandkonstruktion und damit für eine konstruktive Neuordnung des seriellen Bauens. Mit ihren massiven Außenwänden, Hohlraumdecken und klar gegliederten Segmenttypen verkörpert sie eine eigenständige Typologie zwischen Großblock- und Plattenbau – materialbewusst und montagegerecht. Die Q6 war die letzte DDR-Typenserie mit hohem handwerklichem Anspruch.

Am Beispiel des Wohnkomplexes VI in Eisenhüttenstadt wird die Q6 nicht nur als technisches System, sondern als Stadtbaustein lesbar. Die Analyse verbindet Baugeschichte, Typologie und städtebauliche Einordnung mit einer präzisen Bewertung des heutigen Bestands. Tragstruktur, Grundrisslogik und bauphysikalische Eigenschaften werden ebenso untersucht wie die Potenziale energetischer Ertüchtigung, barrierefreier Anpassung und konstruktiver Weiterentwicklung.

Dieser Band versteht die Typenreihe Q6 nicht als Relikt einer sozialistischen Baupolitik, sondern als Ressource für ein heutiges Verständnis von Stadtentwicklung. Das von der Eisenhüttenstädter Wohnungsbaugenossenschaft beauftragte Gutachten unterstreicht, dass die Zukunft des seriellen Wohnungsbaus in der Bestandsmodernisierung liegt – und dass seine konstruktive Logik Voraussetzung für ein verantwortungsvolles Weiterbauen ist.

 

210 x 230 mm
288 Seiten
290 Abbildungen
Softcover
ISBN 978-3-86922-499-2