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The Art of Books and Buildings

Our extensive publishing programme combines both of our passions: architecture and designing high-quality books. Experienced editors, creative graphic designers, and architects work at the interface of theory and practice under one roof in the Friedrichswerder area in Berlin. We publish up to 40 new titles each year and aim to provide architects, instructors, and students with a valuable foundation for their daily work and to make a critical contribution to the contemporary debate on architecture. In addition to the series of manuals, architectural guides, and basics, our thematic focuses include the architectural history of the former Soviet Union as well as architecture in Africa and the Muslim world. Our books are published primarily in English and German, but increasingly also in Russian, French, Italian, and Spanish. Our global distribution network means our titles can be purchased in architecture bookshops around the world, from New York to Moscow through to Tokyo.

Fünf Regeln für Signaletik in Gesundheitsbauten

Wie sich Nutzer in Krankenhäusern und anderen Gesundheitsbauten optimal zurechtfinden: Hier erklärt Kommunikationsdesignerin Pia Denker, Autorin unseres Handbuchs Signaletik in Gesundheitsbauten, die wichtigsten Regeln.

 

Von: Pia Denker, Protokoll: Anselm Weyer
 

1. Beschränke dich

Muss der Besucher schon auf der Website einer Klinik erfahren, wo er dort auf die Toilette gehen kann? Natürlich nicht. Was es braucht, sind die jeweils nötigen Infos – an der richtigen Stelle. Ein Leitsystem lotst bis zum Ziel, wobei die Auskünfte immer detaillierter werden: Ein erster Wegweiser führt in den richtigen Trakt, der nächste ins jeweilige Geschoss, der letzte in den gesuchten Raum. Und: Das Wichtigste, etwa die Notaufnahme, sollte auch optisch Priorität genießen. 

2. Sei verständlich – und konsequent

Statt »Klinik für Dermatologie« besser den Begriff »Hautklinik« verwenden – und Abkürzungen ganz vermeiden. Auch bei der Nummerierung von Etagen statt kryptischer Bezeichnungen (H für Hofgeschoss)  besser einfach durchnummerieren: -2, -1, EG, 1, 2 ... Für den Raumcode maximal drei Zahlen nutzen. Wichtig ist Konsequenz: Wer auf einem Plan am Eingang eine 1. Etage ankündigt, darf diese im Treppenhaus nicht plötzlich zum Zwischengeschoss werden lassen. 

3. Achte auf optimale Lesbarkeit

Schriftarten müssen so ausgewählt werden, dass sich die Buchstaben gut auseinanderhalten lassen. Auch jemand, der nur eingeschränkt sehen kann, muss problemlos etwa ein e von einer 8 unterscheiden können. Reinen Großbuchstaben ist eine gemischte Schreibweise vorzuziehen, weil dabei ein in­dividuelleres Wortbild entsteht. Die optimale Schriftgröße wiederum hängt vom Raum ab: In einem engen Flur dürfen auch die Buchstaben nicht überdimensioniert ausfallen. 

4. Sprich mehrere Sinne an

Gerade Menschen mit eingeschränkten körperlichen und kognitiven Fähigkeiten müssen sich in Gesundheitsbauten zurechtfinden können. Deshalb sollte man, so oft es geht, zwei oder mehr Sinne ansprechen. Auf Infotafeln lassen sich etwa ertastbare Großbuchstaben in erhabener Profilschrift anbringen – für kurzzeitig Erblindete. Oft braucht es Kompromisse. Schilder werden zum Beispiel am besten auf Augenhöhe gelesen, heißt: zwischen 1 und 1,6 Meter. 

5. Berücksichtige, was schon da ist

Zwar gilt in der Signaletik, dass man Farben sparsam einsetzen sollte. Gegen bunte oder mit Bildern gestaltete Wände in ja eher sterilen Kliniken spricht aber nichts. Nur sollte das Leitsystem unbedingt auf die Umgebung abgestimmt sein. Vorstellbar ist, dass man Farben und Illustrationen auch einsetzt, um Infos (über Etagen etc.) zu transportieren. Allerdings zeigen Studien, dass das nur im Zusammenspiel mit Zahlen oder Buchstaben funktioniert. 

 

PIA DENKER ist Kommunikationsdesignerin und Autorin des Handbuchs Signaletik in Gesundheitsbauten. Derzeit erarbeitet sie ein Leitsystem für ein Krankenhaus in Berlin.